Bienenprojekt

Die Imkerei war bis vor kurzem noch ein bedrohter Berufszweig in der Drömlingsregion. Vielfach wurden Bienenvölker nur noch von Hobbyimkerinnen und -imkern gehalten. Diesem Trend arbeitet die Biosphärenreservatsverwaltung zusammen mit Freiwilligen seit etwa zwei Jahren entgegen. Auf Wunsch der engagierten Helfer:innen wurde 2018 ein Bienenprojekt initiiert. Dazu konnte ein Imker gewonnen werden, der Bienenvölker auf dem Informationsgelände in Kämkerhorst und auf der Streuobstwiese Kämeritz aufgestellt hat. Über 20 Erwachsene und Kinder sind seitdem gemeinsam in einem Bienenprojekt tätig. Den hier engagierten Freiwilligen werden nicht nur handwerkliche Tätigkeiten, sondern auch die Betreuung und Pflege der Bienenvölker sowie die spätere Nutzung der Produkte nähergebracht. Über das Thema Bienen kann ein ausgezeichneter Zugang zu anderen Aspekten des Naturschutzes gefunden werden.

Innerhalb des Projektes wurden eigene Bienenvölker angeschafft, die gemeinsam im Rahmen von Patenschaften betreut und gepflegt werden. Inzwischen bringen sich auch die Bewohner:innen der Drömlingsgemeinden in dem Projekt mit ein. Dazu gehören Ortschaftsräte, Feuerwehren, Kinder- und Jugendgruppen und Kindergärten.

Ein Lehrbienenstand befindet sich auf dem Gelände des Informationshauses Drömling. Dazu wird die Anerkennung gemäß der Richtlinie über die Gewährung von Zuwendungen zur Förderung der Verbesserung der Erzeugungs- und Vermarktungsbedingungen für Bienenzuchterzeugnisse angestrebt. Hier soll Besucherinnen und Besuchern und Einheimischen, aber auch den Mitwirkenden des Projektes, gezeigt werden, wie früher und heute mit unterschiedlichen Methoden geimkert wurde. Bienenkörbe, Klotzbeuten und moderne Bienenbeuten kommen hier zum Einsatz und bieten neben dem Lerneffekt auch einen wichtigen Lebensraum für die Insekten. Aus dem Projekt heraus hat sich inzwischen eine ehrenamtliche Gruppe formiert, die ebenfalls die Betreuung von weiteren Bienenvölkern übernimmt. Zusammenfassend kann gesagt werden, dass hier ein Modellprojekt von der Biosphärenreservatsverwaltung initiiert wurde, das nunmehr seine eigenen Schritte geht und exemplarisch die Entwicklung der Region mit Nachhaltigkeitsaspekten verbindet.